Törn von Tilos nach Symi und weiter nach Rhodos

Nach einer ruhigen Nacht in Tilos-Livadia kann man direkt am Strand ins Wasser gehen und baden, einen schönen Strandspaziergang machen, im ort ein paar frische Lebensmittel kaufen und dann sollte man sich niht so spät auf den Weg nach SYMI machen.

SYMI erreicht man nach 22 Seemeilen. Erster Stop ist die auf der Südwestseite der Insel gelegene Bucht von Aghios Emilianos. Hier befindet sich auf einer kleinen Landzunge eine von über 300 Klosterbauten auf Symi. Auf Symie lebten hunderte von Mönchen, und auch heute kann man die vielen Eremitagen in den Bergen sehen.
Aghios Emilanos ist Pausenbucht für die Fischer, und es kommen täglich Tagesausflugsboote aus dem Hauptort, daher ist leider der Meeresgrund recht vermüllt.
Der Ankergrund fällt im vorderen Bereich teilweise stark ab, weiter hinten ist es flacher, aber man sollte die ganze Ankerkette geben und den Anker gut einfahren.
Auf der Nordseite der geteilten Bucht kann man auch gut ankern, wenn es keinen Westwind hat oder bei ruhigem Wetter. In der Ferne funkeln die Lichter des türkischen Badeortes und Einklarierungshafens Datca.

Wenn man in der Bucht nicht übernachten mag, kann man auch in etwa 1 Std nach Symi Hafen fahren. Man schippert die Küste entlang mit etwas Abstand zum Land, zwischen den Inseln hindurch, und durchfährt die Enge von Nimborio.
Das Wasser ist hier nur 3-5m tief, also mittig halten. 
Falls dort Leute um Hilfe rufen und um Mitahme bitten, sofort auf Kanal 16 die Coast Guard von Symi anrufenb, die kommen dann und holen diese Leute ab. Durch die Nähe zur türkischen Küste kommen seit mehr als 20 Jahren Flüchtlinge über Nimborio nach Symi.
Die professionelle Hilfe durch die örtlichen Behörden verhindert auch, daß man Ihnen Menschenschmuggel unterstellt!

Nach der Durchfahrt sieht man dann schon die bunten Häuser von Symi, die sich die Hänge hinaufziehen. Im Hafen gibt es seit einigen Jahren mittig Anlegebojen, man muss warten, bis ein Mooring-Man mit dem Boot kommt und eine Boje freigibt.
Für diesen "Service" wird 20 € berechnet, dazu kommt Liegeplatzgebühr nach Yachtgröße und ggfls. Strom und Wasser (so es etwas gibt, in 2023 gab es nur an manchen Liegeplätzen Strom)
Man liegt dann an einer tagsüber stark durch Tagesausflügler von Rhodos frequentierten Hafenpier. In 2023 gab es steuerbordseits keinen Strom, auf der anderen Seite schon. Wasser konnte man ordern.

Wer gerne Hafentreiben beobachten will, der wird sich hier wohlfühlen, aber der Trubel kann auch nerven und stören, weil bis spätabends Flaneure und Moped die Pier bevölkern und auch schon in aller Herrgottsfrühe Moped, Müllabfuhr und andere Lärmverursacher den Schlaf stören. Zudem ist der Liegeplatz ziemlich teuer. Man liegt in Nachbarschaft von Megayachten, die allseits bewundert und bevorzugt werden - unverständlich, denn eine 6-12 köpfige Chartercrew bringt sicher mehr Geld, als ein stinkreicher Businessman mit Crew und Koch an Bord, aber die Megayachten machen natürlich mehr Eindruck.


VORSICHT
Sehr störend bis gefährlich sind die rücksichtslos einlaufenden Fähren und Tagesboote - sie verursachen extremen Schwell und viele Yachten werden alljährlich davon beschädigt. Wer dort liegt, sollte also mindestens 2-3m von der Hafenmauer entfernt bleiben, und nur zum Ein- und Aussteigen das Schiff mit den Heckleinen heranziehen!

Man kann den Kosten und dem Trubel ausweichen, und vor der Hafeneinfahrt steuerbord rechts vom Glockturm in der Bucht ankern - Harani heißt dieser Buchtenteil, und man kann problemlos mit dem Dinghi anlanden und hat auch nur ein paar Schritte zur Hafenpromenade. WEr kein Wasser und Strom benötigt, ist hier besser aufgehoben, zumal bei Meltemi der Wind scharf quer durch den Haupthafen fegt...
Früher hat es hier öfters mal einen Anker rausgerissen, heute kommt es darauf an, wie gut die Mooring hält. 
In Harani liegt man hinter dem Hügel viel ruhiger und windgeschützter.

Interessant sind die Kunstobjekte von TAKIS in seinem Taschen-Ledershop - gehen Sie dort hin, sagen Sie einen schönen Gruß von mir und bewundern Sie seine außergewöhnlichen Kunstobjekte - diese kann man auch kaufen, oder auch ein eigenes Portrait (vom Foto) machen lassen - ein sicher außergewöhnliches und wertvolles (allerdings auch nicht ganz billiges) Mitbringsel, dafür garantiert einmalig auf der Welt!

Es gibt eine Vielzahl von guten Tavernen in Symi, die pittoreske Postkartenansicht der neoklassizistischen Architektur und die bunten Farben der Häuser erinnern an Italien und man nennt Symi auch das Portofino der Griechen. 
Ein ausgiebiger Spaziergang die Treppen hinauf zum Chorio und dann Blick in die Nachbarbucht PEDI sind unverzichtbar!
In Pedi hat sich eine kleine Marina etabliert, außerdem kann man dort auch gut windgeschützt ankern.


Nur 2 Seemeilen westlich ankert man unter dem imposanten Steilhang der Bucht Marathounda und auf der Westseite erreicht man die sehr geschützte Bucht von Panormitis. Hier befindet sich ein Kloster, welches man besichtigen kann. Tagsüber wimmeln auch hier die Tagesausflugsboote, abends wird es absolut ruhig und es ist eine sehr geschützte Bucht.

Bei ruhigem Wetter kann man auch in der Inselbucht von Seskli ankern.

Von Symi Stadt sind es knapp 25 Seemeilen nach RHODOS-Mandraki, von Seskli etwa 5 Seemeilen weniger. Der Wind kommt meist aus Nord oder Nordost, und dreht in der Strasse zwischen Rhodos und dem türkischen Festland auf eher östlich. Man kommt also flott nach Rhodos.

Details zur Insel Rhodos hier [click] oder oben im Menü